24 Stunden Betreuung

Dank ausgezeichneter medizinischer Versorgung erlangen die Deutschen ein hohes Lebensalter. Dessen ungeachtet ist es vielen anderen Senioren wegen Krankheit nicht mehr möglich selbstbestimmt und allein zu Hause zu leben. Prekär ist es, wenn Angehörige berufstätig oder selbst zu betagt sind, um die Versorgung ihres Familienmitglieds zu übernehmen. Pflegedienste und andere Hilfsorganisationen sind eine zweckdienliche Alternative. Deren Mitarbeiter sind für die medizinische Versorgung und für die Grundpflege im Allgemeinen zuständig. Für eine intensive Betreuung im Sinne von Gemeinschaftsaktivitäten bleibt keine Zeit.  

Während einer 24-Stunden-Betreuung sorgt rund um die Uhr eine Person für den Patienten. Sie überwacht die Körperhygiene, verrichtet den Haushalt, kocht, pflegt die Wäsche und übernimmt den Einkauf. Weiterhin begleitet sie den Klienten zum Arzt und anderen Unternehmungen. Oftmals kommen die Pflegekräfte für eine angemessene Pflegeunterstützung aus dem Ausland. Bei einer 24-Stunden-Betreuung lebt die Pflegeperson im Haus oder in der Wohnung des Bedürftigen. Das heißt nicht, dass der Helfer 24 Stunden am Tag arbeiten muss. Im deutschen Arbeitszeitgesetz ist festgesetzt, das 60 Stunden Arbeitszeit in der Woche nicht überschritten werden dürfen. Der Terminus 24 Stunden Betreuung steht für die Stundenzahl, die tatsächlich am Tag gearbeitet wurde, sowie die Rufbereitschaft rund um die Uhr, auch bei der Daheim Altern Dr. Zelmira Nickel. Anzuraten ist, die wöchentlich zu leistenden Arbeitsstunden in einer Betreuungsvereinbarung festzulegen.

Fast die Hälfte der Arbeitskräfte für eine 24-Stunden-Betreuung kommt über Pflegeagenturen nach Deutschland. Um die Dienste einer Betreuerin nutzen zu können, bestehen mehrere Optionen. Es kann das „Entsendemodell" oder „Arbeitgebermodell" genutzt werden. Ebenso gibt es freiberufliche Pflegekräfte. Beim Entsendemodell wird ein Vertrag mit der deutschen Vermittlungsagentur und der ausländischen Betreuungsagentur abgeschlossen.  Wird die Hilfskraft persönlich von einem Angehörigen angestellt, regelt dieser die Arbeitgeberpflichten nach dem Arbeitsversicherungsrecht in Eigenverantwortung. Eine selbstständige Betreuerin arbeitet auf eigene Rechnung und mit einer Gewerbeanmeldung. In einem Dienstleistungsvertrag sind die zu erbringenden Leistungen, festgelegt.

Eine Betreuungskraft ist für den Haushalt und die persönlichen Befindlichkeiten eines Pflegebedürftigen zuständig. Medizinische Versorgungen, wie Verbände wechseln, Spritzen setzen und pflegerische Versorgungen darf sie nicht vornehmen. Zu diesem Zweck ist Fachpersonal anzufordern. Aufwendungen bezüglich der Pflege fallen unterschiedlich aus. Die genauen Auslagen sind vom Beschäftigungsmodell, der Höhe der in Anspruch genommenen Leistungen sowie von den Sachkenntnissen der Hilfskraft, abhängig. Ausgaben für Kost und Logis sowie die Fahrtkosten der An- und Abreise sind zu berücksichtigen. Damit die 24 Stunden Pflege bezahlbar bleibt, übernimmt die Pflegeversicherung festgelegte Leistungen. Zusätzlich können jährlich 20 % der Aufwendungen hinsichtlich der Betreuungskraft bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.  

Empfehlenswert ist es mehrere Agenturen zu vergleichen. Eine Erstberatung bleibt kostenlos. Die Filiale sucht gemeinsam mit den Angehörigen nach geeignetem Personal. Relevant ist das A1-Formular. Dieses zeigt an, dass die Hilfe im Herkunftsland  sozialversichert ist. Von Vorteil wäre, wenn die Vermittlungsagentur Mitglied in einem Verband ist.

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